Elementare Erfahrungen in der Grundschule
Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, die durch Simulation, Informationsflut und Zeitmangel geprägt ist. Das eigene unmittelbare Erleben, das Ausprobieren und altersgemäße Forschen finden immer weniger Raum. In der Folge verkümmert die Fähigkeit, selbständig zu erkunden, Hypothesen zu entwickeln und kreative Lösungen zu finden. Genau diese Kompetenzen werden aber für eine zukunftsfähige Gesellschaft gebraucht. Hier setzt die Miniphänomenta an. Die Idee der Miniphänomenta geht auf die Arbeiten von Prof. Dr. Lutz Fiesser zurück. Er gilt als Begründer des ersten deutschen Science Centers, der Phänomenta in Flensburg. Frei zugängliche Experimentierstationen, an denen naturwissenschaftliche und technische Phänomene von Kindern erlebt und dann kooperativ geklärt werden, fördern den Forschergeist und die Freude am eigenen Erkennen. Außerhalb des Unterrichts regen die Experimente in der Grundschule zum Handeln und kreativen Denken an.
Naturwissenschaft und Technik werden zum selbstverständlichen Lern- und Gesprächsanlass in der Schule. Eltern und Lehrkräfte erleben den Forscherdrang der Kinder und deren Fähigkeit, eigene Fragen zu stellen und angemessene Antworten zu finden. Durch die aktive Beteiligung der Eltern bessert sich das allgemeine Schulklima.
Schüler, Lehrkräfte und Eltern in Grundschulen sind die Zielgruppe der Miniphänomenta.
Voraussetzung ist die Teilnahme an einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung. Lehrerinnen und Lehrer aus Grundschulen lernen dort die Experimentierstationen der MINIPHÄNOMENTA kennen, besprechen die Mitarbeit der Eltern und üben die pädagogische Umsetzung.
Danach können die kompletten Experimentierstationen der MINIPHÄNOMENTA für zwei Wochen ausgeliehen werden. Die Lehrerkräfte sollten sich in dieser Phase im Hintergrund halten und den Kindern keinesfalls vorschnell Erklärungen anbieten.
Das Anschauungsmaterial dient auch der Motivation der Eltern: Sie werden zum Nachbau der Experimentierstationen angeregt.